Helsingør

Hafen bei Elsinore

Zuletzt bearbeitet 12.09.2023 um 14:50 von NV Charts Team

Breite

56° 2’ 34.6” N

Länge

12° 36’ 54.8” O

Beschreibung

Großer, moderner Yachthafenkomplex nördlich des Zentrums der traditionellen Stadt Helsingør.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Einfahrt in den beleuchteten Hafen (Fl.R und Fl.G) ist bei Tag und Nacht unproblematisch. Von Norden kommend, hält man sich an den nördlichen grünen Sektor des Lichts Kronborg (Oc(2)WRG.6s), bis mit westlichem Kurs in den Hafen eingelaufen werde kann. Das Verkehrstrennungsgebiet im nördlichen Teil des Sunds, das sehr intensiv von großen Schiffen genutzt wird, sollte von Sportbooten unbedingt gemieden werden. Unter Land kann zeitweise eine recht starke Strömung (bis zu 3 sm/h) herrschen.

Achtung: Die zwischen Helsingør und Helsingborg verkehrenden Fähren nehmen keine Rücksicht auf die Sportschifffahrt. In der Hafeneinfahrt haben einlaufende Schiffe Vorfahrt.. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 kn.

Der Handels- und Fährhafen von Helsingborg ist für die Sportschifffahrt grundsätzlich gesperrt. Große Yachten (mindestens 50ft  Länge) finden Liegemöglichkeiten im modernisierten und neu gestalteten Kulturhafen im Norden des Hafenbeckens. Über UKW-Kanal 16 oder Telefon (45) 2531 1080 ist das Hafenbüro zu erreichen. Das Einlaufen ist nur mit Erlaubnis des Hafenamtes und dann in der Zeit von viertel vor bis viertel nach jeder vollen Stunde erlaubt.

Liegeplätze

Wenn nicht gerade die Mammutregatta "Round Zealand" (mit oft über 1.000 Schiffen) stattfindet, gibt es hier viele Gastplätze. Man legt sein Schiff in eine freie Box (Breite oft nur 2,5m), muss sich aber beim Hafenmeister melden. Die Wassertiefe beträgt 2 - 3 m. Der Ausrüstungspier (Kran, Bunker) darf nur kurzzeitig belegt werden.

Versorgung

Dieser moderne Yachthafen, der zu den größten in Dänemark gehört, bietet alle Arten von Dienstleistungen (einschließlich Zoll, Kraftstoff, Werftdienste und Segelmacherei). Versorgungsmöglichkeiten gibt es direkt im Hafen oder im nahegelegenen Zentrum von Helsingør.

 ÅLSGÅRDE:
Der Jollen- und Kleinbootsteg ca. 3 sm nordwestlich von Helsingør ist für Yachten zum Anlegen nicht geeignet.

NV. Landgangslotse

Als Startpunkt der größten Regatta der Welt ist Helsingør vor allem Seglern bekannt. Auf bis zu 2.000 Booten kämpfen 10.000 Seglerinnen und Segler darum, während der rund dreitägigen "Seeland-Rundfahrt" als erste wieder in Helsingør anzukommen. Einen Tag vor dem Start der Regatta Mitte Juni herrscht im Nordhafen mit seinen 900 Liegeplätzen absoluter Platzmangel, obwohl er einer der größten des Landes ist. Deshalb sollte Elsinore, so die englische Bezeichnung,  während der Mammutregatta gemieden werden. Dennoch ist der Hafen wegen einer Reihe von Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert - allen voran das wohl schönste Renaissanceschloss des Nordens, die unübersehbare Kronsburg unmittelbar südlich des Hafens.

Der Vorläufer des mächtigen Bauwerks am Öresund war eine um 1420 von Erich von Pommern errichtete Burg, die durch die rasante Entwicklung der Feuerwaffen bald veraltet war. Der sächsische Baumeister Hans von Dieskau erhielt 1558 den Auftrag, Bastionen um die Burg zu bauen. Und König Friedrich II. beauftragte 1574 Hans van Paeschen und 1578 Antonius van Opbergen mit dem Wiederaufbau der Anlage im Stil der niederländischen Renaissance. Nur wenige Jahre lang war das Schloss eines der prächtigsten Bauwerke des 16. Jahrhunderts, bevor ein Großbrand die Kronsburg 1629 weitgehend zerstörte. Obwohl Christian IV. die Burg sofort wieder aufbauen ließ, diente sie viele Jahre lang als Kaserne und war daher bald renovierungsbedürftig. Im Jahr 1924 wurde sie gründlich renoviert.

Direkt neben der Kronsburg befindet sich das neue, äußerst beeindruckende dänische Schifffahrtsmuseum. Es dokumentiert die Geschichte des Schiffbaus und des Seehandels. Es erklärt auch, woher Friedrich II. die immensen Mittel zur Finanzierung des Baus nahm: aus dem Sundzoll. Jedes Schiff, das den Sund durchfuhr, musste seine Flagge abnehmen und in Helsingør einklarieren. Schon Erich von Pommern hatte diesen Zoll eingeführt, der über 400 Jahre lang ein Ärgernis für Reeder und Kapitäne anderer Seefahrernationen blieb. Kanonen auf beiden Seiten des Sunds ließen den Seeleuten jedoch keine andere Wahl, als zu zahlen.

Der politische Druck der europäischen Nationen erzwang 1857 die Abschaffung des Sundszolls. Mit militärischem Druck hatten die Schweden bereits 1658 die Zölle abgeschafft. Im Frieden von Roskilde fiel die dänische Provinz Skåne an die Schweden, wodurch Helsingør mit einem Schlag zur Grenzstadt wurde. Schweden war nun selbst ein Sundanrainer.

Einer der beeindruckendsten Räume des Schlosses ist der 63 Meter lange Rittersaal. Unterhalb der Wälle in den Kasematten wartet der Wikingerhäuptling Holger Danske, eine Statue von mächtiger, dunkler Statur, darauf, die Dänen zu retten. Der Legende nach erwacht er jedoch erst, wenn das Land in größter Gefahr ist. Auf den begehbaren Bastionen vor dem Schloss lässt Shakespeare in seinem Drama "Hamlet" den Geist des dänischen Königs an den Wachen vorbeiziehen.

Sehenswert sind unter anderem die Ausstattung der Königskammer und das Renaissance-Inventar in der Schlosskirche. Unter den inneren Festungsmauern befinden sich noch die originalen Mannschaftskasematten. Ein Spaziergang auf und unter den Bastionen ist besonders in der Abendsonne zu empfehlen, wenn vereinzelte Sonnenstrahlen die Gänge unter den Gemäuern an manchen Stellen in gelbes Licht tauchen.

Helsingør hat noch viel mehr zu bieten als das Schloss. So sollte man nicht wieder abreisen, ohne in Axeltorv (einen Kilometer südwestlich des Nordhafens) gewesen zu sein. Der große Marktplatz erfüllt tatsächlich noch die traditionelle Funktion eines Treffpunkts für Jung und Alt.

Südländisches Flair kommt auf, wenn die Menschen an schönen Sommertagen den Platz mitten in der 45.000 Einwohner zählenden Stadt genießen. In den Sommermonaten gibt es mittwochs und sonntags einen Markt und freitags einen großen Flohmarkt.

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Marktplatzes gehören der gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern von Helsingør, das Stadtmuseum im Karmeliterhaus, das Rathaus sowie die Kirchen St. Olai und St. Marien. Die Glasmosaike in der Rathaushalle zeigen Motive aus der Geschichte der Stadt, in der Königin Margarethe I. eine entscheidende Rolle spielte, indem sie die drei nordischen Königreiche in der Kalmarer Union vereinte. Die Stadt profitierte von ihrer zentralen Lage in dieser Union. Außerdem holte die Königin ihren Großneffen Erich von Pommern (1412-1439) als Thronfolger ins Land, dessen Zollpolitik der Stadt eine enorme wirtschaftliche Entwicklung bescherte.

Das täglich geöffnete Stadtmuseum in den alten Klostergebäuden (600 Meter südlich des Nordhafens) verfügt über eine umfangreiche Sammlung historischer Handwerksgeräte, und die St. Marienkirche beeindruckt durch ihre prachtvolle Ausstattung und die prächtige Orgel, auf der der weltberühmte Barockkomponist Dietrich Buxtehude zwischen 1660 und 1668 spielte. Das Haus des Musikers kann in der St. Annagade 6 besichtigt werden. Ebenfalls in der Annagade (21) befindet sich eine sehenswerte Vereinskneipe mit einem schönen Innenhof für wandernde Handwerksgesellen.

Vor allem in der Strandgade und der Stengade (Fußgängerstraßen östlich des Marktes) gibt es eine Reihe schöner alter Häuser zu sehen. Die Apotheke in der Strandgade 77 stammt aus dem Jahr 1577, das Amtsgericht in der Strandgade 74 aus der Zeit um 1530.

Das Schloss Marienlyst, das als Museum dient, steht 700 Meter westlich des Nordhafens. Es wurde 1587 ursprünglich als königliches Gartenhaus erbaut. Zu den Ausstellungsthemen gehört der Sundzoll. Die Räume des Schlosses werden auch für wechselnde Kunstausstellungen genutzt. Im Park von Marienlyst ist das "Hamlet Memorial Tomb" zu sehen, ein Granitsarkophag, der 1926 von dem Bildhauer Utzon Frank geschaffen wurde. Ein Muss ist das 2013 eröffnete Schifffahrtsmuseum im Ny Kronborgvej 1, direkt neben dem Kulturværftet. In einem alten Trockendock eingerichtet, führt eine Rampe zu den unterirdischen Museumsräumen, in denen die dänische Schifffahrtsgeschichte erlebt werden kann.

Einen Kilometer südwestlich von Schloss Marienlyst zeigt das Technische Museum Transportmittel vergangener Zeiten, darunter Ellehammers Flugzeug von 1906 und das dänische Auto "Hammelvognen" von 1886. Alte Eisenbahnen, Straßenbahnen und Busse sind ebenso zu sehen wie technische Geräte aus den Anfängen von Wissenschaft und Industrie.

Im Fähr- und Handelshafen herrscht reges Treiben. Am Kronborgvej südlich des Schlosses und am Færgevej herrscht in der Hochsaison reger Betrieb, denn hier stauen sich die Autos mit Passagieren, die auf die schwedische Seite des Öresunds übersetzen wollen (25 Minuten Fahrt). Im Nordhafen ist davon nicht viel zu spüren, obwohl der Hafen aufgrund seiner Größe nicht als ruhiger Yachthafen bezeichnet werden kann.

Der Jollen- und Kleinbootsteg in Åalsgårde, drei Seemeilen nordwestlich von Helsingør, ist für Kielboote nicht geeignet. Die herausragende Sehenswürdigkeit hier ist die Hammermølle, eine alte Wassermühle zwei Kilometer südwestlich der Anlegestelle.

Hafeninformation

Max. Tiefe 3 m

Kontakt

Telefon +45 4928 1080
Email Please enable Javascript to read
Webseite https://www.helsingor-havne.dk

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Imbiss

Kran

Geldautomat

Internet

Tankstelle

Einkaufen

Werft

Slipanlage

Öff. Verkehr

Müll

Abwasser

Kommentare

Erik, La Ina
Sehr empfehlenswert die alte Werfthalle vor dem Hafen. Umgebaut zu einem Foodcourt bietet sie bis 19:00 Uhr lecker Essen und trinken in ungezwungener Atmosphäre.
12.09.2023 14:42
Hartmut Pflughaupt, Ratokker III
Die Tallycard kann nur in dem Hafengeld-Automaten (es gibt mehr als einen) zurück gegeben werden, in dem sie gekauft wurde.
10.08.2022 21:38
Honsa Ehmke, RumSeglerZschornegosda
Sehr große Marina. Abendessen im Seglerclub hervorragend. Der Kellner ist auch große Klasse.
18.04.2022 16:41

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